Was man über WordPress wissen muss
WordPress ist heute das meistgenutzte Content-Management-System der Welt und bildet die Grundlage für Millionen von Webseiten, Blogs und Onlineshops. Die Software ist kostenlos, quelloffen und lässt sich vergleichsweise einfach installieren und bedienen. Genau diese Offenheit hat maßgeblich dazu beigetragen, dass WordPress über viele Jahre hinweg so stark wachsen konnte.
Die technische Basis von WordPress besteht vor allem aus PHP, HTML, CSS und verschiedenen JavaScript-Komponenten. Durch das offene System können Funktionen unkompliziert über Plugins erweitert und Designs mithilfe von Themes angepasst werden – oft sogar ohne tiefgehende Programmierkenntnisse.

Wie WordPress entstanden ist
Die Geschichte von WordPress begann Anfang der 2000er Jahre mit einer Blogsoftware namens b2/cafelog. Dieses System war damals besonders bei Bloggern beliebt und wurde ebenfalls als Open-Source-Projekt veröffentlicht. Nachdem die Weiterentwicklung von b2/cafelog praktisch zum Stillstand kam, suchten einige Nutzer nach einer Möglichkeit, das Projekt weiterzuführen.
Zu diesen Nutzern gehörten auch Matt Mullenweg und Mike Little. Sie entschieden sich dazu, auf Basis des bestehenden Systems eine eigene Weiterentwicklung zu starten – einen sogenannten Fork. Daraus entstand im Jahr 2003 die erste Version von WordPress.
Was ursprünglich als einfache Blogging-Software gedacht war, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem flexiblen und vielseitigen CMS für nahezu jede Art von Webseite.
Wer entwickelt WordPress heute?
Viele gehen davon aus, dass hinter WordPress ein einzelnes Unternehmen steht. Tatsächlich wird die Open-Source-Version aber von einer weltweiten Community aus Entwicklern, Designern, Übersetzern und freiwilligen Helfern weiterentwickelt.
Die Marke „WordPress“ gehört der WordPress Foundation. Gleichzeitig sorgt jedoch die Firma Automattic häufig für Verwirrung. Automattic wurde ebenfalls von WordPress-Mitgründer Matt Mullenweg gegründet und betreibt unter anderem die Plattform WordPress.com.
Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied:
- WordPress.org stellt die freie Open-Source-Version von WordPress bereit, die auf eigenem Webspace installiert wird.
- WordPress.com hingegen ist ein Hosting-Dienst, bei dem Webseiten direkt über Automattic betrieben werden können.
Auch wenn Automattic viele Ressourcen und Mitarbeiter in die Entwicklung von WordPress einbringt, bleibt WordPress selbst ein unabhängiges Open-Source-Projekt.
Die Stärke der WordPress Community
Ein großer Teil des Erfolgs von WordPress basiert auf seiner Community. Weltweit arbeiten täglich tausende Menschen daran, das System weiterzuentwickeln, Fehler zu beheben oder neue Funktionen bereitzustellen.
Besonders wichtig sind dabei Plugins und Themes. Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen, während Themes das Design und Layout einer Webseite bestimmen. Dadurch lässt sich WordPress individuell an nahezu jedes Projekt anpassen.
Rund um WordPress ist außerdem ein riesiges Ökosystem entstanden. Dazu gehören Hosting-Anbieter, Entwickler, Designer, Agenturen, Support-Dienstleister, Trainer und viele weitere Unternehmen, die sich auf WordPress spezialisiert haben.
Wie man selbst mitwirken kann
Wer möchte, kann sich selbst aktiv an WordPress beteiligen – auch ohne Programmierkenntnisse. Möglichkeiten gibt es viele:
- Übersetzungen verbessern
- Fehler melden
- Support in Foren leisten
- Themes oder Plugins entwickeln
- An lokalen Meetups teilnehmen
- Dokumentationen schreiben
- Das Core-System mitentwickeln
Gerade diese offene Zusammenarbeit macht WordPress bis heute zu einem der erfolgreichsten Open-Source-Projekte weltweit.